Category Archives: Works

code unnamable

Galerie b Stuttgart 27.06.2014 -06.09.2014

Eine Sprach-Code-Installation-Performance codeunamable„code unnamable“ ist eine konzeptuelle Installation, die mit zwei linguistischen Systemen arbeitet, mit dem  Software Code und der (literarischen) Sprache. Die Arbeit geht aus von einem Textfragment der Novelle ”The Unnamable” von Samuel Beckett von 1953. Die Novelle besteht aus einem andauernden Monolog, der aus der Perspektive eines namenlosen und unbeweglichen Ichs erzählt wird. Das Ich hinterfragt seine Umwelt und sich selbst in nicht endenden Wortschleifen, die diesen Zwischenraum des Ichs und der Welt durchspielen. „code unnamable“ überträgt diese Frage auf die Welt der symbolischen Zeichen­prozesse, die in sich ganz eigene Fähigkeiten und Qualitäten tragen, eine selbstständige Ausführbarkeit und die nicht eindeutige Vorhersehbarkeit ihrer zukünftigen Entwicklung. Das Kunst­projekt ist zweiteilig und besteht aus einer performativen Aufführung und einer auto-generativen Installation. Der kurze Ausschnitt aus dem Beckett Text wird in einen Unix Shell Code (export code) verwandelt. Dieser wird in einem Performance-Akt ausgeführt (sh -c “$code). Durch die Ausführung wird ein eigenständiges Sprachvokabular angelegt, das dem Code selber wieder eigene Sprachmächtigkeit (./speak “$say”) ermöglicht. Im Laufe der initialen Sprech-lernphase übernimmt das Script immer mehr die Kontrolle und erzeugt eigene Varianten und spricht den Beckett Text schliesslich neu.  Welche Wirkmächtigkeit und Performativität haben Zeichen und Codes, die unsichtbare zwischen Wort und Welt, zwischen Beschreibung und Tun, immer stärker durch autonome, codierte Regelschleifen übernommen werden? Wie könnte eine Sprache für das Unsichtbare, Unsagbare, das gerade Ausführende lauten?

Performance Shell Code:

export act_as='inside="without an ear , I'\''ll have heard , and I'\''ll have said it , without a mouth I'\''ll have said it , I'\''ll have said it inside me , then in the same breath outside me , an outside and an inside and me in the middle , perhaps that'\''s what I am , the thing that divides the world in two , on the one side the outside , on the other the inside , that can be as thin as foil , I'\''m neither one side nor the other , I'\''m in the middle , I'\''m the partition , I'\''ve two surfaces and no thickness , perhaps that'\''s what I feel , myself vibrating , I'\''m the tympanum , on the one hand the mind , on the other the world , I don'\''t belong to either.";outside() { while [ said ] ;do for say in $(echo "$code"|cut -d " " -f1-$(expr $(date +%s) % 1955) );do echo -n "$say ";say "$say" ;done;sleep 69;done };( outside ) & sleep 91;( outside )';bash -c "$act_as"

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Was sind wir bereit zu teilen? temporaere praesenzen

Performance Festival, Stromerein Zürich 10. April 2014, 19 Uhr ION Badenerstrasse 565

Was sind wir bereit zu teilen?“ nimmt sich das Teilen als einen aktiven Prozess vor, indem Begriffe von öffentlich und privat auf ihren verhandelbaren Zwischenraum neu befragt werden. Schon die ganze Bandbreite der Wortkombinationen um das Teilen wie z.B. Aus-, Ver-, Mit- Ein-(Teilen), oder be-teiligen stecken dieses Feld der sozialen und politischen Auseinandersezung ab. Die Frage im Zentrum des Projektes ist, wie können Formen von Teilhabe geschrieben, und durch welche Scripts und/oder Codes kann diese befördert werden?

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Gerade im Lichte der jüngsten NSA-Enthüllungen stellt sich das Teilen als etwas Ambivalentes dar. Soziale Netzwerke haben Möglichkeiten demokratischer Mitsprache und Öffentlichkeit geschaffen und haben gleichzeitig die grösste Überwachung möglich gemacht, die es je in der Geschichte der Menschen gab. Teilen verweist auf diesen Zusammenhang, das Privates auch durch Öffentlichkeit erzeugt werden muss. Ein interessantes Projekt, das dies verdeutlicht, ist d ie Cryptografische Mailsoftware Bitmessage, die als peer-to-peer-Netzwerk funktioniert und in der gesendete Mails nicht nur verschlüsselt versandt, sondern bei der auch Absender und Empfängerwege verschleiert werden. Möglich wird diese Form der Privatheit durch gleichzeitig grösstmögliche Öffentlichkeit der versendeten Mails. Welche Formen der Teilens, des Sharing ermöglicht diese scheinbare Umkehr von Privat und Öffentlich und wie kann Teilen Teilhabe ermöglichen? Welche Bedeutung hat das Teilen als Bedingung für die Konstitution von öffentlichem Raum und wofür wollen und brauchen wir Privatheit?teilen2

What are we aware to share?

What are we aware to share? Haus für elektronische Künste 24.08.2013

Wer kann wie beobachten, was wir im Netz tun? Welche Spuren hinterlassen wir bewusst und unbewusst im Netz und wer kann sie verfolgen? Der Künstler Alexander Tuchacek stellt verschiedene Netzstrategien und Tools vor, mit denen eine andere Sicht auf den digitalen Raum möglich wird und stellt sich gemeinsam mit den Teilnehmenden Fragen, wo die Grenzen zwischen privat und öffentlich verlaufen und wessen Interessen dort im Spiel sind. Angesichts des gerade bekannt gewordenen Prism-Skandals besteht die einhellige Meinung, dass die Privatsphäre vor dem Zugriff des Staates und der Geheimdienste geschützt werden soll. Was ist aber mit den geteilten, gemeinschaftlichen Räumen und Informationen, die sich gerade durch das Internet immens vergrössern. Gerade Räume wie Foren und soziale Plattformen bauen sich zusammen aus den Beiträgen der User. Wer macht sich wie für Gemeinschaftsgüter und Gemeinschaftsräume stark? Im dem Workshop zeigt Alexander Tuchacek an praktischen Beispielen wie im Netz die Grenzen zwischen privat und öffentlich, zwischen wirtschaftlichen, politischen und staatlichen Interessen opak sind. Er stellt verschiedene Netzstrategien und Tools vor, mit denen eine andere Sicht auf die digitalen Handlungsräume möglich wird. Der Workshop ist für eine aktive Beteiligung gedacht, dafür bitte einen Laptop oder Smartphone mitbringen.

archiv(aus)lesen

archiv(aus)lesen  

(Wiederschall-Fragmente aus dem SRF Hörspiel-Archiv, SRF vom 8. bis 15. Mai)
hör!spiel!art.mix, 17.01.2014  21:05 bis 23:00 Uhr, Bayern 2

Ein Archiv sammelt und konserviert historisches Wissen. Aber wer geht heute noch in ein Archiv? Wer macht sich die Mühe neben Wikipedia und Datenbanken im Internet in realen Archiven zu recherchieren? Und welche Archive sind überhaupt öffentlich zugänglich und wie ensteht damit Wissen? Wichtiges historisches Wissen verschwindet aus dem kollektiven Gedächtnis, wenn keine aktuellen Zugänglichkeiten und Lesbarkeiten von Archivmaterial möglich sind. So auch das Hörspielarchiv des SRF Radios, das erst seit kurzem dem Dornröschenschlaf entstiegen ist. Geschichte muss immer wieder neu erzählt, interpretiert und wiederholt werden, damit sie zu aktuellen Wissen wird. archiv(aus)lesen möchte das Hörspielarchiv als einen lebendigen Wissensspeicher denken, der Fragen des Zugangs wie auch die Möglichkeit von Beteiligung und Handlungsräumen einschliesst und so auf eine potentielle Relevanz verweisen kann.

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Für die Installation wurde das Hörspiel Hören Sie mich? von Otto Höschle aus dem Jahre 1981 aus dem Archiv ausgewählt. Es konstituiert sich durch eine einzige Sprecherstimme, die immerwährend versucht, das Verhältnis zu einem fiktiven Publikum zu definieren. In der partizipativen Audio-Installation kann nun dem Hörspiel zu neuem Leben verholfen werden, indem das Manuskript Wort für Wort nach und nach durch die Besucher_innen eingesprochen, neu gelesen wird. Im zeitlichen Verlauf der Ausstellung entsteht so ein kollektives, neues Hörstück, dass sich aus seiner eigenen Sprachlosigkeit eine Sprachermächtigung erarbeitet. Aus der einen Stimme wird nach und nach eine Vielstimmigkeit, die das fiktive Publikum gleichsam selbst verkörpert, sie werden eins im Zuge der Neu-Inszenierung. Sprecher und Zuhörer werden identisch und stellen das Autoren-vs.-Publikum-Verhältnis auf den Kopf, und reflektieren die Beteiligungs- und Produktionsversprechen des heutigen Web 2.0-Gebrauchs. Der Inhalt des Hörspiels thematisiert das Gehörtwerden durch eine imaginäres Gegenüber. In der kollektiven Vielstimmigkeit aus Mitarbeiter_innen und Besucher_innen wird dieses Verhältnis auch in einem politischen Sinne befragt. Wer hat eine Stimme, wer darf mit/sprechen, wer zuhören?
Im Eingangsbereich des Radiostudios sind ein Mikrofon, ein Touchpad und eine Projektion installiert. Das Touchpad zeigt jeweils ein  Wort an, mit der Aufforderung dieses einzusprechen. Die eingesprochenen Worte werden in einer Datenbank gespeichert, deren Wortschatz im Laufe des Projekts stetig ansteigt. Die Projektion zeigt den gesamten Text des Hörspiels als Laufband und spielt die Summe der schon eingesprochene Stimmen zeitgleich ab. Die anfängliche Sprachlosigkeit wird zur Vielstimmigkeit und über die Laufzeit des Projekts zum Chor.

Bilder

Geld, Code und Gemeinschaft,
temporaere praesenzen

performative Installation, Zürich, Les Complices, Dezember 2012 „temporaere praesenzen“ ist ein dialogisch angelegtes Format innerhalb dessen Besucher_innen mit eingeladenen Gästen über eine temporär installierte Funktelefonzelle an einem öffentlichen Ort miteinander ins Gespräch kommen. Das Sprechen über Geld, das gerade in der Schweizer Gesellschaft tendenziell als unangemessen gilt, wird in temporaere praesenzen – Geld, Code und Gemeinschaft durch die Dialoganlage in einen teil-öffentlichen Raum überführt. Als Gesprächseinstieg und Diskussionsthemen stehen eine Reihe von Fragen bereit, die gemeinsam mit den eingeladenen Gästen in Vorgesprächen ausgearbeitet wurden. Die vom Künstler eingeladenen Gäste beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit kritischer Ökonomie, alternativen Währungen, leben in prekären und/oder alternativen Lebensformen. Am Abend der einmaligen Veranstaltung können Besucher_innen über im Raum verteilte Fragekarten (ca. 60 anonymisierte Fragen) mit den vor Ort anwesenden Gesprächspartner_innen in Zweier-Gesprächen, zwischen Intimität und Öffentlichkeit, in angeregte und engagierte persönliche Diskussionen treten. Daneben ist es auch möglich, fremden, bereits getätigten Gesprächen über ein Ton-Archiv zu folgen. Die individuellen Fragekärtchen verweisen über je eine Telefonnummer anonym auf die entsprechenden Gäste und strukturieren die dramaturgische Choreographie des dialogischen Gesprächsformats. Die Länge des Projektes am Abend richten sich nach der Teilnahme und Aktivität der Teilnehmer_innen.

friendly takeover – Linux Installations Workshop

friendly takeover – Linux Installations Workshop 
mit Alexander Tuchaček
Samstag, 6. Oktober 2012, 16 Uhr
After much talking about it, finally the practical application: On the 6th of October Alexander Tuchaček and Les Complices* start friendly takeover, a series of workshops dedicated to the collective learning of Linux! Other than Mac or Windows, Linux is a open source operating system, thus its source code is published and made available to the public, enabling anyone to copy, modify and redistribute it. In the workshop we will work on a collective approach towards the use of Linux. 
 
On the first day of the workshop Linux will be installed on the computers of the participants. According to the interests of the group the day will be followed by various other meetings focussing on the applied daily use of Linux (security, standard applications, browser, e-mail, text processing, etc.). 
 
Preparations / bring along: 
_personal Windows or Mac Laptop on which you wish to install Linux
_to avoid the (small) risk of lost data please make sure you back-up your data before the workshop 
_Linux can be installed as a second system (dual boot) or as the only system
_required hard disk space: 3 – 4 GByte minimum
_required RAM: 512 KByte minimum

the revolution will not be televised

7. August 2012, Kunstmuseum Basel, Salon für Wort und Ton, Stadtmusik.fm
6. July 2011, Zürich Starkart live


You will not be able to stay home, brother.
You will not be able to plug in, turn on and drop out.
You will not be able to lose yourself on skag and skip,
Skip out for beer during commercials
Because the revolution will not be televised.

 

Die Performance widmet sich dem erst kürzlich verstorbenen Musiker und Poeten Gil Scott-Heron. Er gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der Hip-Hop- und Rap-Musik. In seinen Texten bezieht er sich auf soziale und politische Themen. Das medien-und kapitalismuskritische Stück "The Revolution Will Not Be Televised" aus dem Jahre 1970 gilt als eines seiner Schlüsselwerke.

In der Performance wird dieses drei minütige Stück als Ausgangsmaterial für eine 35 min Performance verwenden. Das Musikstück wird in der Zeit mit Hilfe von Wiederholungen und Zeitstauchungen und Dehnungen live neu zusammengesetzt. Auf einer Videoprojektion werden die Wortbausteine des Textes sichtbar.

freie energien – temporaere praesenzen

temporaere praesenzen – Freie Energien 1 Oktober 2011 Shedhalle Zürich, unter Strom

dialogische Audio-Installation

Call: +41 325114980

“Temporäre Präsenzen – Freie Energien” ist ein diskursives dialogisches Format, das als partizipative Aktion zur Eröffnung der Ausstellung “Unter Strom. Kunst und Elektrizität” in der Shedhalle Zürich durchgeführt und während der Ausstellung als Audioinstallation vermittelt wird. In dem Kunstprojekt geht es um eine Art der exoakademischen Wissensgenerierung, die sich aus individuellen Zweier-Gesprächen der TeilnehmerInnen ergibt. Mittels eines vom Künstler programmierten und installierten autonomen Mobilfunknetzes werden während der Eröffnung Gespräche zwischen eingeladenen TeilnehmerInnen und dem Publikum geführt. Die Eingeladenen sind Menschen aus unterschiedlichen Bereichen von Wissen und Schaffen, Denken und Tun, Argumentieren und Experimentieren zum Thema Elektrizität und freier Energie. Im Ausstellungs­raum befinden sich circa 50 vorbereitete Fragekarten wie z.B. “Vor wem verbeugt sich das Elektron?” mit entsprechenden Telefonnummern. Die privaten Zweier-Gesprächen werden aufgezeichnet und bilden so ein Archiv, das sich aus der Vielfalt der geführten Gespräche des Abends zusammensetzt.

Nach der Aktion und in der Ausstellung steht eine öffentliche Telefonnummer bereit, um sich ins Archiv einzuwählen und den Gesprächen zuzuhören. Inhalt der Gesprächschoreografie ist eine Sichtweise auf elektrischen Strom und Energie, die sich nicht in in erster Linie aus einem physikalischem Blickwinkel und einer technischen Wirkungsweise erschliesst, sondern Fragen nach Energie und Strom als etwas medial Konstruiertes stellt. Energie als vermischte Erzählung, die durch Kultur, Natur, Gesellschaft, Wissenschaft, Sehnsüchte, Wünsche und Vorstellungen erzeugt und bedingt wird. Im Projekt geht es weder um Wahrheitsfindung noch um konkrete Problemlösungen von Energiefragen, sondern um Wissensgenerierung durch Erzählungen. “Temporäre Präsenzen – Freie Energien” versucht, einen opaken Ort zu schaffen, der eine Repräsen­tation für das Unfertige, Denkbare oder nicht Beweisbare möglich macht, in dem diese Geschichten neu gesprochen, weiter erzählt und immer neuzusammengefügt werden können.

Shedhalle

Rote Fabrik

Seestrasse 395

8038 Zürich

Freitag, 7. Oktober 2011, 19 Uhr

gespräche:

1 = Caller (Tel.-Nr. 1006)

2 = Callee (Tel.-Nr. 10112)

1 [Tut, Tut]

Hey, und dann, jetzt?

Hallo?

Also ich hör nichts.

2 Jetzt geht es.

1 Ah, jetzt geht es. [lachen]

[unverständlich]

2 Dann können wir es auch abstellen.

1 Muss es nicht aufgenommen werden?

2 Wird es aufgenommen?

1 Ich glaub, weil nachher spielts irgendwie ab.

2 Ah ok. Dann geh ich mal…

1 Wie gehts jetzt weiter?

[Pause]

Ich glaub in der Ecke hat’s kein Wlan.

2 Wie bitte?

1 Vielleicht… Ah ja. Geht immer noch.

2 Ja klar.

1 Gut. Und?

2 Jetzt geht es ja darum einer Frage nachzugehn. Ich habe sie aber nicht!

1 Die Frage ist bei mir: War oder ist Elektrizität Leben?

2 Ja, das ist eine fast nicht beantwortbare Frage, aber sie ist in der Hinsicht sehr spannend, weil im 18. Jahrhundert die frühe, die animalische Elektrizität oder die ersten Phänomene der Elektrizität wurden sehr stark mit Lebenden verbunden, spätestens nachdem [Luici] Galvani diese Froschversuche gemacht hat, was zur gleichen Zeit war, als man den Blutkreislauf entdeckte, hatte man die Annahme, dass vielleicht das elektrische Fluidum, dieser damals elektrisch-statischen Entladung, die man quasi als Flicken oder Elektroschocks spüren konnte, dass das vielleicht Elektrizität Leben sein könnte.

1 Ja man dachte ja, das sei wie… also der Ursprung… der Spirit, der Strom. Das war ja die Geschichte mit der Aura, die ja auch nur Strom ist, dachte man, das sei das Zeichen von Leben.

2 Die Aura, das führt weiter. Das ist dann noch komplizierter. Auren oder Aurenfotografien kommen erst mit der Fotografie auf im 19. Jahrhundert. Aber die Idee, dass Elektrizität also quasi der Funke Leben stiftet oder überhaupt in unseren Körpern Elektrizität an sich, von dem man nicht wusste, was es ist, dieses seltsame Fluidum, dass es Leben ist. Das ist also nochmal ein ganzes Ende früher. Ich finde die Frage eigentlich deswegen spannend, weil man eigentlich nicht mehr im Sinne des 18. Jahrhunderts sagen würde, Elektrizität ‚ist‘ Leben. Auf der anderen Seite wird ja mit dem Defibrillator elektrisch wiederbelebt. Der Tod ist elektrisch definiert. Bis in die Fünfzigerjahre hinein war der Tod … war man tot, wenn das Herz nicht mehr schlug und man nicht mehr geatmet hat. Man hat früher den Leuten eine Feder vor den Mund gehalten und wenn es kein Gasaustausch gab, war man wohl tot. Seit der Berger und der Entdeckung quasi des Elektroenzephalogramm, also des EEG’s, ist heute per Definition man dann tot, wenn keine Ströme mehr im Hirn nachgewiesen werden. In einer ganz neuen medizinischen Weise könnte man wieder sagen, wenn der Tod elektrisch definiert wird, dann muss das Dasein von elektrischen Strömen im Hirn also Leben repräsentieren.

1 Der Körper ist ja an sich eine Maschine, die aufgrund von Elektroimpulsen funktioniert. Das Hirn, die Nerven, die Muskeln, das funktioniert alles nach Elektro. Im Prinzip sind wir eine Maschine, die Futter in Elektro umwandelt.

2 Ja. Von daher wäre es immer noch eine These, dass man sagen kann, was wir als Leben definieren, können wir elektrisch definieren. Obwohl die Versuche, dass man elektrisch nun Leben stiften kann, was wir auch bei Frankenstein finden, was eben auch auf Experimenten beruht, die These, die dazu geführt hat, dass Dr. Frankenstein sein Monster elektrisch wiederbelebt. Das sind letztendlich alles Versuche, die versuchen, die Galvan-Versuche auch am Leben durchzuführen.

1 Ja ja, ich meine es ist ja so: Bei der Wiederbelebung ist es ja auch so, dass man diesem leblosen Körper Elektroströme gibt, damit das Herz wieder anfängt zu schlagen.

2 Ja das mein ich, das ist ja der Defibrillator. Da wird einen Elektroschock gegeben und dann fängt es wieder an. Von daher: Auf einem anderen Wege mag Elektrizität auch Leben sein. Damals war es noch universeller, man dachte wirklich, wenn das Blut die Nährstoffe in den Körper bringt, also der Saft des Lebens ist, dann ist das Leben an sich Elektrizität. Also philosophisch reicht es weiter.

1 Jaja, das ist schon klar. Weil wir heute uns grundsätzlich nie mit dieser Frage befassen, aber wenn wir das machen, kommen wir wahrscheinlich auch nicht viel weiter als dass dieser Strom, dieser Stromfluss, dieser Stromverbrauch der Grund ist, wieso wir leben, oder wieso dass unser Körper funktioniert. Ohne Strom, ohne diesen Hirnstrom können wir ja gar nicht denken. Grundsätzlich weiss man ja nicht richtig, ob der Strom an sich nur der Benzin vom Auto ist, oder doch mehr als nur das Benzin. Alles ist ja elektrisch. Es sind ja Ladungen, von Muskeln, Hirn, Nerven. Kann man sich fragen, was mehr lebt: diese biologische Materie oder eben der Strom.

2 Ja, das ist eben daran die spannende Frage. Und an der Frage der Elektrizität zerbricht ja auch quasi die Suche nach einem eindeutigen Materialbegriff. Das heisst, eigentlich ist diese Frage immer noch unbeantwortbar und dadurch enorm spannend. Man würde heute sagen, dass das alles Dinge sind, die wir separieren können. Wir können Hirnströme messen, wir können elektrisch stimulieren, wir können Zellen in Schwingungen versetzen, in ihnen arbeiten Ladungen. Aber die Fragestellung „Was ist Leben?“ stellt sich heute in der Form gar keiner mehr.

1 Eben, es ist natürlich eine Frage, die unsere Gesellschaft eh ausgeklammert hat. Komischerweise –weil ja an sich… Früher war das ja eine zentrale Frage, aber sie hatten ihre Standardlösung, das war die Religion. Heute haben wir diese Standardlösungen nicht mehr. Aber diese Frage wird umso mehr ausgeklammert.

2 Anscheinend ja.

1 Ein seltsamer Prozess.

2 Und damit bleibt die Frage vielleicht offen, ob Elektrizität Leben sein kann. Ich finde nur spannend, dass diese Frage heute eine ganz andere Bedeutung hat, weil wir ganz anders mit Elektrizität verbunden sind. Weil wir ja gerade zum Beispiel hier auch wireless kommunizieren. Die Nutzung dieser Phänomene … Wir sind ja mit viel mehr artifiziellen elektrischen Phänomenen umgeben. Wir leben in einem technisch gesehen viel elektrischem Zeitalter, als das, in dem man das erste Mal diese Phänomene untersucht hat.

1 Ich meine… Wenn man Elektrizität als Basis hat.. Ok, Elektrizität ist ein Spannungsunterschied, dann ist das, was wir am CERN machen auch nichts anderes als elektrische Untersuchungen. Die Spannungsunterschiede sind extrem gering, aber an sich hält dort auch alles nur zusammen wegen diesen elektrischen Feldern, oder eben magnetischen Feldern. Die aber ja auch elektrisch sind.

2 Ja, deswegen kann man sagen, dass sich die Fragestellung anhand der Elektrizität nur verschoben hat. Also ich würde es so zuspitzen dass man über die Frage nach der Elektrizität sehr viel beantworten kann, was einerseits unsere Medienzeit erklärt, aber auf der anderen Seite auch vielleicht ein Bruch in der Philosophiegeschichte darstellt.

1 Wahrscheinlich ist es auch so, wenn man diesen Bereich plötzlich mit Elektrizität umfasst und dann diese Spannungsunterschiede im Körper und diese elektrische Strahlung, magnetische Strahlung vom Körper mit den gleichen Termini bezeichnet, wie eben dann diese ganzen magnetischen und elektromagnetischen Wellen, die wir jetzt überall produzieren mit Natel und Wi-Fi und so. Man hat plötzlich mit der Terminologie gemerkt, dass das etwas Gefährliches ist, wenn man im gleichen Feld Elektrizität an zwei so verschiedenen Sachen hat und dass das eigentlich … Was diese Strahlung macht auf einem Körper, der grundsätzlich ja mit Ladungsunterschieden funktioniert, das ist ja auch eine Frage, die überhaupt nicht geklärt ist.

2 Ok. …. Hallo?

1 Hallo?

2 Ich hatte Sie grade nicht verstanden.

1 Jaja.

2. Für einen winzigen Moment. Aber das liegt vielleicht auch an diesen Feldern, mit denen wir jetzt gerade kommunizieren.

1 Genau. Also dieses Wi-Fi-Feld.

2 Was für ein Feld?

1 Ein Wi-Fi-Feld.

2 Stimmt. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, das Wi-Fi als ein Feld zu bezeichnen.

1 Es ist ja ein Feld.

2 Ja.

1 Also…

2 Ja, dann kommen wir jetzt auch nicht weiter in der Frage, die offen bleibt, ob Elektrizität Leben ist. Aber es scheint mit Leben eng verknüpft zu sein.

1 Ich find’s spannend rauszufinden, … wenn man den Körper, den Mensch wirklich als elektrisches Feld anschaut, was das bedeuten würde, vor allem heute, wo wir unsere Umwelt vollstopfen mit elektrischen Felder.

2 Ja, ja!

1 … Auch unserem elektrischen Feld.

2 Ja, das ist die Frage, was macht es, wo wir gerade mobile miteinander kommunizieren, mit uns?

1 Genau.

2 Glauben Sie, dass das Benutzen jetzt einer Wireless-Kommunikation, dass wir beide telefonieren, dass das Einfluss hat auf ihr Feld?

1 Ja, sicher. Also beim Natel, beim Mobilfunktelefon ist ja klar, es gibt diese Erwärmung, die untersucht wird. Die Frage ist nur, erstens: ist diese Erwärmung schädlich und zweitens: ist es nur diese Erwärmung? Die Erwärmung der Hirnzone ist ja erwiesen.

2 Ok.

1 Das ist ja nicht die Frage, ob erwärmt wird oder nicht. Die Frage ist, ob diese Erwärmung anders ist als wie wenn ich an der Sonne stehe.

2 Ok. Und wo ist es erwiesen?

1 Ja, diese Untersuchungen über die Schädlichkeit auf das Gehirn…und das, was sie mit Mobilfunk gemacht haben. Da kann man ganz eindeutig sehen, wie gewisse Teile des Gehirns eine gewisse Erwärmung erfahren. Das ist schon so. Also diese ganzen Untersuchungen laufen ja auf das hinaus.

2 Aha…

1 Die Frage ist nur, ist das krebserregend…

2 (zu einem Besucher) Äh entschuldigen Sie, berühren Sie den Tisch nicht. Steht auch dran. Die Arbeit fällt aus.

1 [Unverständlich] … kein Feld mehr.

2 Es tut mir leid. Können wir in diesem Moment abbrechen, ich muss kurz hier etwas machen. Ich muss hier eingreifen. Tut mir leid, aber wir setzen es gerne fort. Vielen Dank! Wiederhören!

2 Ciao.

………………………………

1 = Caller (Tel.-Nr. 1003)

2 = Callee (Tel.-Nr. 10082)

1 [Tut, Tut]

2 Hallo?

1 Ja?

2 Hi?

1 Ich hätt gern eine Frage beantwortet, hallo.

2 Hi! Bitteschön!

1 Muss ich sie stellen? Also: Welche Farbe hat die Elektrizität?

2 Ja genau. Welche Farbe –genau.

1 Ja.

2 [Unverständlich] … die möglichen Kandidaten? Was hast du dir vorgestellt?

1 Frage gegen Frage? Nee… [Unverständlich]

2 Ja, doch. Ja gut, dann sag ich jetzt einfach: Grün. Zufrieden?

1 Nö!

2 Ja eben, also, dann muss ich zurückfragen: Warum nicht? Warum nicht zufriedenstellend? Ich habe die Frage genannt.

1 Äh. Weil ich natürlich intuitiv mit Elektrizität doch etwas anderes verbinde, und das ist nicht grün.

2 Ok, gut. Sagen wir, du musst einen Film machen und in irgend einer Situation kommt Elektrizität vor. Und jetzt kannst du nicht einfach sagen, man sieht nichts, sondern du bist irgendwie darauf angewiesen die Elektrizität zu projizieren. Wie wirst du es darstellen, wenn es nicht sichtbar ist? Oder würde dir dann da nicht doch eine Farbe in den Sinn kommen?

1 Äh ne. Insoweit wie zum Beispiel auch die Sprache oder das Auditive sozusagen auch als Medium zu Verfügung stehen beim Film, dann bräuchte ich eigentlich keine Farbe.

2 Gut, all right.

1 Jetzt würde ich aber gern die Frage andersum drehen: Was wäre, wenn du deine eigene Frage beantworten müsstest?

2 Naja, wie gesagt, ich würds grün machen… Oder blau.

1 Oder [unverständlich].

2 Genau. Oder ich würds vor allen Dingen mit irgendwelchen Glasgefässen zusammenbringen. Du kannst ja einfach in den Hauptraum gehen zu Jan-Peter Sonntags Installation. Wenn du dir das Ding ankuckst, das mein ich, das ist für mich die Farbe.

1 Ok. Da seh ich.. Da hab ich Weiss, Rot und Grün. Darf ich mir eine aussuchen?

2 Ja-ha. Im Endeffekt schon. Ich mein, was soll ich hier sagen. Welche Farbe hat ein Elektron? Du hast recht, strenggenommen, aus der Physik heraus, macht das natürlich keinen Sinn. Was war die Frage; Elektron oder Elektrizität? Die Farbe der Elektrizität, richtig?

1 Ja.

2 Ja, streng genommen handelt es sich nicht um die Farbe der Elektrizität, sondern von Phänomen, die elektrisch erzeugt werden. Das zielt natürlich darauf ab zu zeigen, dass es nicht nur eine physikalische Frage ist, wo man einfach im Physikbuch nachschlägt, sondern zu sagen, es gibt auch ein Set von Farben, die wir kulturell bedingt als Elektrizität assoziieren.

1 Ne andere Frage: Kann ich die Farbe auch anders wahrnehmen als visuell?

2 Als visuell? Mh-ja…

1 Durch andere Organe?

2 Naja, sagen wir mal so: Du hast gesagt, Energie hat keine Farbe. Das stimmt so nicht, ich mein, Licht ist eine Energieform, natürlich. Nicht das, was wir unter Elektrizität verstehen, aber grünes Licht ist eine Energie auf einer bestimmten Wellenlänge und so weiter. Das ist eben das, was man im Physikunterricht eben durchnehmen würde. Man könnte jede Energie auch umwandeln, das heisst, man könnte grünes Licht auf bestimmte Sensoren schiessen die das elektrisch umwandeln und dann einen Sound ausstossen. Ich mein, wenn du dir diese Gemüse-Installation anguckst, da siehst du, dass man Elektrizität auch hören kann, zum Beispiel.

1 Mhm.

2 Letztendlich und wenn ich dich jetzt frage, was ist Elektrizität, wirst du sehen, dass es immer irgendwelche sekundären Phänomene sind. Entweder es ist eine Farbe oder es ist ein Sound – beides Phänomene, die die Wissenschaft nicht so toll findet, weil man kann sie nicht gut messen. Besser als ein Zeigerausschlag. Das wäre auch eine Farbe der Elektrizität. Und Elektrizität ist nichts anderes als ein Bündel von solchen sekundären Effekten. Elektrizität selber hat natürlich keine Farbe.

1 Ja. Leuchtet mir ein.

2 Aber irgendwie halt eben schon, wenn man es als etwas ansieht, was auch ein kulturelles Phänomen ist.

1 Weil ich es auch gern annehmen würde. Wenn ich etwas nicht sehen kann, dann bin ich froh, wenn es eine Farbe hat und dass ich es so begreifen kann.

2 Ja natürlich, klar. Wie gesagt: Man hätte auch fragen können, wie schmeckt Elektrizität oder wie hört sie sich an. Das wären Fragen gewesen, die man sich genauso hätte stellen können und die in eine ähnliche Richtung gegangen wären.

1 Genau.

2 Und ich hab jetzt nach einer Farbe gefragt, weil es durchaus in der kulturellen Wahrnehmung etwas eng assoziiert ist, wenn man sich das historisch anguckt und mal anschaut; was waren so die Geräte, die die Menschen fasziniert haben? Was waren die Effekte, die auch Leute an das Phänomen Elektrizität gebunden haben und sie dazu angeregt haben, zu forschen? Und dann waren das eben genau diese Glasgeräte, die da bei Jan-Peter Sonntag stehen und die auch in einem Video von ihm vorkommen. Wie im Labor die einfach auch auch oft dazu geführt haben, dass Forscher gesagt haben, wow das interessiert mich, das untersuche ich. Wie jemand wie Helmholz, der schreibt seiner Mutter Ende des 19. Jahrhunderts einen Brief und sagt: Ich bin hier in einer Hexenküche. Das sagt er seinen Physikkollegen natürlich so nicht, aber seiner Mutter schreibt er es. Da sieht man so ein bisschen: Es war dieses Farbspiele in den Gasentladungen, die die Forscher auch dazu bewegt haben, damit herumzuexperimentieren, Theorie zu entwickeln und letztendlich auch zu der Theorie dessen zu kommen, was die Grundlage des Begriffs der Elektrizität ausmacht, nämlich das Elektron als kleinsten Teilchens des Stroms.

1 Mhm.

2 Und ähm, dieses Elektron ist genau so in einem Glasgefäss, das leuchtet, geboren worden.

1 Genau. Gut! Danke für die Beantwortung! Schönen Abend noch, ciao!

2 Ciao, ebenso.

a love supreme

zürich kunstraum walcheturm 16 Dezember 2010
cairo, artellewa 14. September 2010
rote fabrik, dock18 16. July 2010

4 channel video/audio performance

A Love Supreme – John Coltrane; Audio-Video Aufführung (Alexander Tuchacek)

the performance deals with a piece from a john coltrane concert, played in 1965 in france at the jazz festival antibes. this is the only video document that is available from this period, it was recorded by the france television. the piece is called acknowledgement and was firstly published on the famous record “a love supreme”, where coltrane left behind the musical experinces with bebob and hard bob and was looking
for a new way of dealing with order, forms and rules of time and improvisation. it markes this short time before the following periode of freejazz. with this record, he experemented with indian and arabic music. this influences where leading to modal, spacious and spiritual sounds of improvisations,

in the performance, i will use a fragment of this live video recording that i found on youtube, i will live restage this concert-recording, by using a software written by me, to rearrange, reduce, decelerate and reorder time and structure in realtime, the performnce will last about 30 minutes,

John Coltrane — tenor and soprano saxophone Jimmy Garrison — double bass Elvin Jones — drums McCoy Tyner — piano

paradise now

Shift Festival Basel 28. – 31. Oktober 2010

„Paradise Now“ is an interactive audio-video installation that deals with the politics of body. A body, that will be written, inscribed by scripts and codes and a body that is more and more be required to also write as performer. Jean-Luc Nancy writes in his book „Corpus“ about the relations between writing and body: Writing: touching upon extremity. How, then, are we to touch upon the body, rather than signify it or make it signify? It’s tempting to reply, rashly, either that it’s impossible, that the body’s uninscribable, or that it’s a question of mimicking or merging the body with writing (dancing, bleeding … ). Unavoidable answers, no doubt, but hasty, conventional, and inadequate.“ The work „paradise now“ looks back in time to the U.S. theater performance group „The Living Theatre“ from 1968 and re-questioning this material. How is the relation of body and politics and how does performativity creates resistance in an actual everywhere surrroundig sphere of new scripts, written and executed by digital technologies. Scripts that invites us to always perform because to do so is what is asked of us. „paradise now“ deals with this idea of performativity between doing and not doing as a collective space.

The project refers to the equally named play called „Paradise Now“, which was first performed by the theater group in Avignon (France) 1968. A brief excerpt from the historic B/W film documents (which have recently been released on DVD) is used as the material for the installation. The participants of the drama group accusing about a repressive capitalist society, while they form a collective community and a choir, dressed only in a loincloth. They talk/sing the following:

the revolution doesn’t want power but me!
the revolution does not want violence but life!
the revolution is face of love!
after the revolution there will be no money!
after the revolution there will be no useless work!
what do you want? to stop wasting the planet! to stop dying of competition!

Due to digital recalculation, the movie images and sounds of the original film recordings will be projected in the space. Two video projections show two different versions of the video. The sound is recalculated from the original soundtrack and will be heard on a four channel soundsystem. The video is played by a sonic tracking system which reacts on acoustic resonance shifts in the space. Any movement of visitors will bring the playback out of freeze state and the words and sentences become alive.